Reviews

My Dying Bride – Towards The Sinister (1990)

Wie die meisten MDB Fans kam ich erst mit den "Meisterwerk 1 & 2" - Best Of - Scheiben zum Genuss des "Towards The Sinister" Demos von 1990. Bereits hier hatten die Doomer aus Nottingham ihren Ureignen Stil der sich später durch den normalen evolutionären Verlauf weiter verfeinert hat zugunsten der Melancholie in schwindelerregenden Höhen. Um es aber gleich vorweg zu nehmen, dieses Demo ist einfach der Hammer (ich gebe ja zu, für mich ist vieles von MDB Hammer mässig, ich hoffe das stellt nicht die Objektivität der Review in Frage). Versehen ist das ganze mit dem kultigen B-Movie Death Metal Sound Ende 80er, Anfang 90er. Dadurch kommen die Stücke erst richtig zur Geltung, gerade in den schleppenden Passagen die zum Teil mit Choralen Sounds versehen sind entstehen Gruselfilm taugliche düüstere Stimmungen. "Symphonaire Infernus..." und "Vast Choirs" kennen wir durch die ersten amtlichen Peaceville Veröffentlichungen zu denen es keine grossen Worte Bedarf. Unterscheiden sich auch nicht zu sehr von den neueren Versionen. Eben Britischer Doom-Death par Excellence, was sonst ?

Mit "The Grief Of Age" und "Catching Feathers" kommen wir endlich zu den Songs die uns lange verwehrt waren. Diese peitschen auch dann vorwärts im Stile von "God Is Alone" und "The Forever People", mehr Death denn Doom. Versehen mit schönen brutalschweren treibenden Riffings. Bin kein grosser Freund von Best Of Scheiben, aber diesem Demo zuliebe lohnt es sich beide "Meisterwerk" Scheiben zuzulegen. Nach dem durchhören ist es mehr als verständlich das dieser Band kein 2. Demo bedurfte. Danach gings recht flott voran. Zuerst die "God Is Alone" 7"-Single auf Listenable Records und danach war man dann schon auf Peaceville die sie seither nicht mehr verlassen haben. Zwei Namen die aus heutiger Sicht Pflichtgemäss zusammengehören. Alles andere wäre ein dicker Brocken an Schock der erst einmal verdaut werden müsste.